Depot Basel

Wir sind keine Messe. Wir sind kein Festival,
kein Museum, kein Showroom, keine Galerie.
Wir sind ein temporärer Ort für kontemporäre Gestaltung,
mit den besten Absichten.

Depot Basel wurde im Juni 2011 von den Gestalterinnen Laura Pregger und Matylda Krzykowski, dem Prozessgestalter Moritz Walther, dem Ökonomen Elias Schäfer, der Gestalterin Julia Landsiedl und der Journalistin Katharina Altemeier in Eigeninitiative lanciert. Zum heutigen Kern-Team gehören die vier erstgenannten Gründungsmitglieder und – seit 2012 – die Designjournalistin und Lektorin Rebekka Kiesewetter. Gemeinsam ist allen Teammitgliedern das Interesse an der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit dem Thema Gestaltung, an deren Präsentation, Vermittlung und Förderung.

Depot Basel ist bestrebt, unabhängig zu bleiben und zukunftsorientiert zu arbeiten, aktuelle Themen zu benennen und aufzubereiten und neue Konzepte der Präsentation und Vermittlung zu entwickeln, um ein breites Publikum an Interessierten, Fachleuten und Kreativen aus anderen Gebieten zu erreichen und zum Austausch anzuregen. Depot Basel möchte den Facettenreichtum gestalterischer Arbeit sicht- und erfahrbar machen, alle Ausprägungen des gestalteten Objektes – zwischen Gebrauchsding und Gegenstand in Kunstnähe – beleuchten, ohne beim Blick auf Zeitgenössisches das Vergangene aus den Augen zu lassen. Depot Basel interessieren die Geschichten, die Menschen mit Dingen verbinden, und es möchte zeigen, wie viel Design mit jedem zu tun hat. Auch jene Bereiche der Gestaltung sollen im Zentrum stehen, die dem Käufer beim Erwerb eines Produkts oft verborgen bleiben: Macher, Ideen und Konzepte, Herstellung und Handwerk. Depot Basel möchte auch zeigen, dass Design  nicht immer greif- und sichtbar sein muss, sondern durchaus auch als Prozess verstanden werden kann, und dass es sich weder nach Landes- oder disziplinären Grenzen richtet.

Trotz geringer finanzieller Mittel (Stiftungs- und Preisgelder, Sponsorenzuwendungen) und unter schwierigen infrastruktur­technischen Gegebenheiten ist Depot Basel seit seiner Gründung 2011 zu einem international beachteten Ort der Begegnung und des Austausches ge­worden. Es hat Menschen aus verschiedenen Altersgruppen, Interessens- und Berufsgebieten zusammengebracht, die sich sonst nicht begegnet wären, hat verschiedenen Ansichten, Positionen, Disziplinen und gestalterische Ausdrucksmitteln nebeneinander Platz geboten, auf dass sie sich gemeinsam und in Reibung weiterentwickeln mögen.

Vom Improvisierten im Getreidesilo auf dem NT-Areal ist am neuen Standort, der ehemaligen Wechselstube am Voltaplatz, wenig zu spüren. Der kleine Raum ist eine grosse Chance: Depot Basel hat dank ihm die Gelegenheit, seinen ‚Kern‘ zu stärken, Organisationsstrukturen zu überarbeiten, an stringenten Konzepten zu feilen, statt sich – wie früher noch – bei der Planung von Ausstellungen von riesigen Raumdimensionen ein Stück weit bestimmen zu lassen oder sich mit nicht existenter Infrastruktur herumschlagen zu müssen. Doch auch in Zukunft wird Depot Basel überraschend und agil bleiben, sich seine Abenteuerlust und seinen Pioniergeist bewahren.

Depot Basel im März 2014